Caritas Grodno besucht Auslandsdienst der Malteser: Austausch über Projekte in Weißrussland / Treffen mit Weihbischof Theising

Auch Weihbischof Wilfried Theising (6.v.r.) freute sich über den Besuch der Caritas aus Weißrussland. Foto: Malteser

Der Auslandsdienst der Malteser im Offizialatsbezirk Oldenburg erhielt am vergangenen Freitag Besuch von der Caritas aus dem Bistum Grodno im Westen Weißrusslands. Zu Gast waren insgesamt sechs Mitarbeiter, unter ihnen der Direktor der Caritas für das Erzbistum Grodno, Pfarrer Dr. Roman Raczko. 

In Empfang genommen wurden die Gäste in der Diözesangeschäftsstelle in Vechta. Dort wurde die Gelegenheit genutzt, sich einmal von Angesicht zu Angesicht über den Verlauf der gemeinsamen sozialen Projekte zu auszutauschen. „Im Offizialatsbezirk Oldenburg stehen wir seit gut 20 Jahren in engem Kontakt mit Grodno. Dieser Ort ist sozusagen die Keimzelle für die Arbeit der Malteser in Weißrussland“, so Michael Daemen, Referent Auslandsdienst beim Malteser Hilfsdienst e.V. Im Fokus der Arbeit stehe nicht nur die Unterstützung durch Hilfsmittel bzw. Gütertransporte. Wichtig sei genauso die Unterstützung in Bezug auf die Finanzierung und Umsetzung von sozialen Projekten sowie der Erfahrungsaustausch im Bereich Aus- und Weiterbildung. „Aktuell unterstützen wir zum Beispiel das Projekt Bytschiha, ein kleiner Ort im Nordosten des Landes, in dem die Caritas eine Einrichtung für betreutes Wohnen junger Menschen betreibt“, berichtete Daemen. „Hier gilt es Fördermittel zu gewinnen und sie gezielt einzusetzen, um den jungen Menschen sinnvolle Beschäftigungs- und Ausbildungsmaßnahmen zu ermöglichen.“

Am Nachmittag wurde die Malteser Gliederung in Dinklage besucht, die eine enge Partnerschaft mit der Pfarrgemeinde Ivye im Bistum Grodno pflegt. Hier haben ehrenamtliche Helfer ein Lager eingerichtet, in dem Hilfsmittel abgegeben werden können – von Pampers über Bekleidung bis hin zu Pflegehilfsmitteln. Die Güter werden von ehrenamtlichen Maltesern sortiert, verpackt und zweimal im Jahr vom Zentrallager aus mit einem LKW nach Ivye transportiert. Gesammelt wird auch in anderen Malteser Gliederungen und in der Zentrale in Vechta. Jede Unterstützung sei willkommen, besonders groß sei jedoch der Bedarf an Pflegehilfsmitteln wie Pflegebetten oder Rollstühle, erklärte Daemen.

Am Abend trafen sich die Gäste aus Grodno zum gemeinsamen Essen mit den Vertretern der Auslandsdienste aus den Gliederungen und Weihbischof Wilfried Theising. Dieser lobte das Engagement und die reibungslose Zusammenarbeit zwischen den Institutionen.  

Für die Zukunft waren sich alle einig, die gute Zusammenarbeit zwischen Malteser und Caritas weiter zu pflegen, noch mehr Projekte voranzutreiben und die Vernetzung untereinander strategisch auszubauen. Denn bisher hat sich gezeigt: Gemeinsam kann man viel bewegen – auch über die Ländergrenzen hinaus.