Radpilgergruppe aus Lutten überreicht 17.570 Euro an den Herzenswunsch-Krankenwagen und die Weißrusslandhilfe der Ortsgliederung Lutten

In der Diözesangeschäftsstelle der Malteser in Vechta überreichten die 6 Pilger aus Lutten gemeinsam mit einigen Spendern den symbolischen Scheck: 15.000 Euro für den Herzenswunsch-Krankenwagen und 2.570 Euro für den Auslandsdienst. Foto: Malteser

Die Malteser freuten sich über eine großzügige Spende von einer Radpilgergruppe aus Lutten: Das 6-köpfige Team fuhr mit dem Rad über 2.500 Kilometer auf dem Jakobsweg – in 30 Tagen von Lutten bis nach Santiago de Compostela – und verknüpfte die Tour mit einer aufmerksamkeitsstarken Spendenaktion. Zusammen kamen ganze 17.570 Euro, die dem Herzenswunsch-Krankenwagen und weiteren sozialen Projekten der Malteser zugutekommen sollen. 

Die Fahrt haben die Radler komplett selbst getragen. „Die Reise hätten wir ohnehin unternommen, alles, was drumherum passierte, war ein Selbstläufer“, erzählt Helmut Böske, Initiator der Pilgerreise. „Es war schön zu sehen, wie offen die Leute der Spendenaktion gegenüberstanden und mit wie viel Begeisterung sie das Thema verfolgten.“ Beteiligt gewesen seien dabei sowohl größere Firmen aus der Region als auch Privatleute. Die gesamten Einnahmen gingen direkt auf das Spendenkonto der Malteser, d.h. mit 15.000 Euro an den Herzenswunsch-Krankenwagen und mit 2.570 Euro an die Weißrusslandhilfe der Ortsgliederung Lutten. 

Jan Gelhaus, Notfallsanitäter und Leiter des Herzenswunsch-Krankenwagens im Oldenburger Münsterland, nahm den symbolischen Scheck entgegen: „Mit der großen Spende können wir viele Herzenswünsche erfüllen – aber das geht nur mit tatkräftigen Helfern! Je mehr Helfer wir haben, desto größer ist das Netzwerk, sodass Fahrten schnell und spontan organisiert werden können.“ Ziel sei es, eine Fahrt nach der Anfrage innerhalb von 48 Stunden auf die Beine zu stellen. Denn der Zustand der Patienten kann sich unter Umständen verschlechtern, sodass er nicht mehr transportfähig ist. Momentan sind rund 80 Helfer ehrenamtlich für den Herzenswunsch-Krankenwagen tätig, darunter  nicht nur Notfallsanitäter: „Jeder kann sich für den Herzenswunsch-Krankenwagen ehrenamtlich engagieren. Dazu braucht man nicht unbedingt eine medizinische Ausbildung. Alle Kenntnisse, die man als Helfer braucht, werden von den Maltesern vermittelt“, betont er. Die Spendengelder seien vor allem für die Bereitstellung des Equipments sowie für die Schulung der Helferinnen und Helfer vorgesehen. Darüber hinaus sei jede Fahrt nicht nur mit einigem Organisationsaufwand, sondern zum Teil auch mit Kosten für Unterbringung, Tickets oder Verpflegung verbunden. „Wir haben ganz unterschiedliche Anfragen, von einfachen Wünschen wie eine Fahrt nach Hause zur Familie bis hin zu Fahrten nach Berlin oder nach München in die Allianz-Arena“, erzählt Gelhaus.  

Die Fahrten sind für die Patienten und ihre Angehörigen völlig kostenlos, die Anfrage unverbindlich. Jeder, der sich für eine Fahrt mit dem Herzenswunschkrankenwagen interessiert oder Helfer/in werden will, erhält weitere Informationen unter 04441 / 92 500 oder unter malteser-offizialatsbezirk.de/hauptmenue/angebote-und-leistungen/notfaelle-und-katastrophenschutz/malteser-herzenswunsch-krankenwagen.html.